Recap: Meine eigene perfekte Morgenroutine (von Mario)

meine perfekte Morgenroutine

Hier meine Tipps zur Morgenroutine. Inhalte aus meiner perfekten Morgenroutine.

Es ist meine Antwort, auf Michaels Blogbeitrag. Den fand ich sehr inspirierend.

Außerdem, finde ich, solltest du dir ebenso Helmuts und Christians Beiträge durchlesen.

Was bei mir deutlich hängen blieb: Tokomia. Bei mir wurde daraus Tokomine, dann Takamine. 🙂 Und das ist eine Gitarrenmarke… Dennoch finde ich die Idee extrem spannend, seinen Geist durch eine solche Technik zu klären, ich lasse mir das mal näher erklären.

Außerdem finde ich es sehr beeindruckend, wie er liest. Sehr spannend.

Ich habe auch eine Morgenroutine und ich erzähle dir nun davon…

Doch die Frage ist ja:

Soll ich überhaupt eine solche Gewohnheit, wie die Morgenroutine pflegen?

Vielleicht hilft dir ja dieser Beitrag, das für dich zu klären.

Jedenfalls:

Ich bin einfach so in die Morgenroutine reingerutscht 🙂

Also ich mach das schon eine ganze Weile so:

Ich habe meinen Morgen um eine Schnittstelle herum geplant. Unser Frühstück um sieben Uhr.

Also:

  • Die Stunde vor sieben Uhr.
  • Die Stunde nach sieben Uhr.
Die erste Stunde besteht aus Achtsamkeit, Bewegung und Lernen. Die Zweite auf Beziehungspflege.

Ich sage es deshalb so grob, weil die Inhalte vor und nach sieben Uhr variieren können.

Fest steht, wann meine Frau und ich aufstehen:

5:50 Uhr.

Noch einmal 15 Minuten früher, als ich das sonst so gemacht habe.

Wir packen unsere Yogamatten und gehen ins Wohnzimmer. Das ist mittlerweile eine feste Konstante. Yoga. Das einzige, was variiert sind die Übungen.

Meistens ist es eine Übung um die 15 Minuten. Dann macht meine Frau sich schick im Bad:) Ich hänge noch eine Atemübung hinten dran. Kabalapathi. Der Feueratem. 6 Minuten. Dann folgt ein 7 Minuten Workout. Verbundtraining. Die großen Muskelgruppen.

Für beides nutze ich folgende Apps auf meinem Handy:

Ich zeichne alles mit der Health-App auf, weil ich so ein Statistiken-Junkie bin. Dafür nutze ich sogar bald extra eine Smart-Watch, weil ich noch Puls, Atmung und sowas aufzeichnen und überwachen will.

Erinnert mich alles wirklich an meinen Beruf, der, praktisch, nur aus Zahlen besteht. CTR, EPL, TKP, KPI, Mfg, Mit freundlichen Grüßen, das Netz liegt uns zu Füßen, denn wir stehen drauf.

Ach, da fällt mir ein. Micha hatte letztes Jahr eine geniale Idee: In unserem Job gibt es mindestens so viele Abkürzungen… das hätte in eigene Version des Fanta Vier Songs gepasst. Dann hatten wir das geschrieben und sogar aufgenommen. Wollten es sogar veröffentlichen. Als wir dann aber mit Sony telefonierten, um uns die Lizenz zu kaufen, haben wir doch sehr schnell davon abgesehen 😀 (fünfstellige Lizenzgebühren, waren uns dann doch zu viel)

Ok, wo war ich?

Ach ja.

6:25 Uhr.

Ich trinke ein großes Glas Wasser, ohne Kohlensäure. Der positive Einfluss, des Ernährungs-Coaches, der mir jeden Morgen gegenüber sitzt. Ich trinke nur noch Wasser ohne Kohlensäure und ich finde es wirklich besser.

Als nächstes: LERNEN.

Aktuell schaue ich mir, mal wieder, einen Lernkurs von Chris Mulzer (Kikidan) an. Für Coaches, Berater und Trainer.

Seine positive Art stimmt mich direkt mal für meinen Tag ein. Verrückt ist nämlich: Auch wenn eine ganze (fadenscheinige?) Branche so tut, als sei Online Marketing Disneyland, darf ich dir sagen: Ist sicher kein Ponyhof. 😉

Ok. Schnell noch mit dem Hund raus. Dann…

Kurz nach sieben. Frühstück mit der Familie. Während ich die Zeit habe, mich um all das zu kümmern, macht meine Frau sich fertig im Bad, weckt die Kinder und macht Frühstück. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Sie hält mir hier den Rücken frei. Einfach wichtig.

Hinter jedem großen Mann stand immer eine liebende Frau, und es ist viel Wahrheit in dem Ausspruch, dass ein Mann nicht größer sein kann, als die Frau, die er liebt, ihn sein lässt. ( Picasso )

Mir gefällt dieser Spruch 🙂

Das Frühstück genießen wir. Wir sitzen lange zusammen, trinken Kaffe und unterhalten uns.

7:35 Uhr, die Kinder müssen sich anziehen und zur Schule.

Mario legt sich aufs Sofa, schaut zum Aquarium, oder schmust mit seinem Sohn Jona, oder mit dem Hund, oder beiden. Oder tobt mit beiden, oder sonst irgendwas.

Mein Sohn entwickelt ein besonderes Interesse. Wird gefördert!! #artofrebellionde #beautifullife

Ein von Mario Burgard (@freelifeaor) gepostetes Foto am

Chillout before action. #beautifullife #artofrebellionde

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Chillout before action. #beautifullife #artofrebellionde

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In den allermeisten Fällen, hatte ich bis hierher nicht einmal mein Handy in der Hand, um meine E-Mails zu checken, oder auf Facebook nachzuschauen. Das ist ein Tipp, den ich von Ariane Huffington habe.

8:15 Uhr.

Ich fahre zur Arbeit. Auch das variiert. Gleitzeit 🙂 Jedoch warte ich mittlerweile immer erst den Berufsverkehr ab. Die Leute haben doch echt einen an der Waffel. Die fahren wie die Vollidioten. Das geht soweit, dass ständig Unfälle passieren, auf der Rheinbrücke, über die ich fahren muss, um zu unserer Firma zu kommen.

Ich möchte aber gemütlich und ohne Hektik und ohne Stress fahren. Manchmal tuckere ich so mit 80 Kmh in die Firma und träume so vor mir her.

Dabei wird mir immer klar:

Die meisten Menschen haben keine Morgenroutine. Sie MÜSSEN ETWAS falsch machen, wenn sie so hektisch fahren, sich gegenseitig durch die Gegend schieben und drängeln und mobben.

Warum?

Weil du das nur machst, wenn du keine Zeit hast, richtig? Aber mal ne halbe Stunde früher aufstehen, käme den Leuten nie in den Sinn. Warum eigentlich nicht?

Kann ich dir genau sagen. Der Gedankengang dürfte in etwa so sein:

„Ich muss schon zu einem Scheissjob fahren, zu dem ich nicht fahren will, verdiene zu wenig Geld, habe darauf keinen Bock, dann will ich wenigstens so lange schlafen, wie ich kann.“

Ist doch eine bescheuerte Einstellung. Also aus meiner Sicht.

Ich könnte natürlich völlig falsch liegen mit dieser Annahme. Bei mir war das jedenfalls früher so.

Da habe ich „Snooze“ gedrückt auf meinem Radiowecker, der um sieben mit den Nachrichten startete:

„Mann hat seine Ehefrau in eigener Wohnung erstochen.“

Und ich dachte mir nur: Nur noch 15 Minuten schlafen, dann stehe ich auf. Dabei nehme ich diese, für mich unglaublich wichtige Information über ein intaktes Eheleben, mit den Halbschlaf meines Hirns, dass noch in den Alphawellen, so vor sich herträumt und vergifte damit gleich doppelt mein Gehirn.

Gut, dass ich heute etwas tue, was mir nachweislich gut tut. Mich entstresst. Mir viel Kraft für meinen Beruf und meine Familie gibt. Tolle Sache.

Das ich so eine Morgenroutine habe, ist für mich wirklich ungewöhnlich.

Denn ich bin eigentlich ein Typ Mensch bin, der sich gegen „starre Systeme“ wehrt. Ich bin zutiefst optional. So wie Micha es beschrieben hat.

Wenn ich eine Checkliste bekomme, arbeite ich sie nicht ab. Nein, ich lese sie durch und überarbeite die Checkliste 🙂

Doch was mir sehr gut gefällt, ist mir einen Rahmen zu setzen. Das klingt für mich nicht, wie ein starres System und dann fange ich auch nicht an, mich gegen das System zu wehren.

Deshalb lege ich nur fest wann ich aufstehe, was in der ersten Stunde passieren soll und was in der zweiten Stunde. Erledigt.

  • Aufstehen 5:50 Uhr.
  • Erste Stunde: Achtsamkeit, Bewegung, Lernen
  • Zweite Stunde: Beziehung, Familie, Chillout

Bodenkampf mit den Kids. Sieht so aus als hab ich verloren 🙂 #beautifullife #artofrebellionde

Ein von Mario Burgard (@freelifeaor) gepostetes Foto am

Vielleicht ist das ja was für dich.

Viele erfolgreiche Menschen pflegen eine Morgenroutine.

Deshalb liegt der Schluss nah, dass es unterstützend wirkt. Ich kann das nur bestätigen.

Doch: Ob ich eine Morgenroutine pflegen würde, wenn ich keine Familie hätte, weiß ich nicht. Schwer zu sagen. Es passt natürlich in mein Leben.

Nun lebe ich aber auch von meinem Talent und meiner Kreativität. Ich bin Werbetexter. Der glückliche Zufall will es, dass ich meine kreativste Phase früh morgens habe. Wenn ich um halb neun an meinem Bürotisch sitze, ist schreiben angesagt.

Ist eigentlich auch ein fester Bestandteil in meinem Tagesablauf. Die besten Texte schreibe ich um diese Uhrzeit. Auch die, die am schnellsten fertig sind.

Ich kenne aber auch Werbetexter, meistens sind sie Single und haben keine Kinder, die arbeiten nachts. Sie sagen, dort sei für sie die Zeit der Ruhe und sie könnten sich hier am besten konzentrieren.

Vielleicht ist es einfach nur eine Trainingssache.

Das ist ja so meine Vermutung. Konsequent eine Gewohnheit pflegen und irgendwann geht das wie von selbst.

Da liegt vielleicht das größte Geheimnis. Konsequent sein.

Meine Morgenroutine, jedenfalls, möchte ich auf keinen Fall mehr missen. Sie ist ganz enorm wichtig für mich.

Übrigens. Diese Morgenroutine gilt nur für die Arbeitstage. Am Wochenende wechseln meine Frau und ich uns ab, wenn es ums ausschlafen geht.

Das ist dann auch wieder ein tolles Gefühl: „Heute kann ich einfach den Tag beginnen lassen.“

Zum Abschluss:

Warum mache ich Yoga?

Scheint ja so in Mode zu sein. Doch ich mache Meditation und spirituelle Übungen schon seit Mitte der 1990er Jahre. Ich habe sehr viel ausprobiert, weil ich… ach, das ist meine universelle Neugierde. Ehrlich. Das ist, im wahrsten Sinne des Wortes, auch gerne mal eine LEIDENschaft.

Ich kann halt nicht anders.

Was ich alles getestet habe:

  • Chakrameditation: ruhig sitzen, oder liegen. Einer Fantasiereise folgen. Chakren sind Energiezentren des Körpers. Meridiane. Akkupunktur. Gehört irgendwie alles zusammen.
  • Transzendentrale Meditation: Ebenfalls eine ruhige, sitzende Haltung
  • Autogenes Training: Ebenfalls ruhig abhängen 😉 (du merkst worauf ich langsam hinaus will)
  • Progressive Muskelentspannung: Oh, das war gut. Meinen Körper anspannen und entspannen. Am Ende dann eine Ruhephase.
  • Tai Chi (Wu-Stil): Habe ich lange gemacht. Vor allem auch, weil ich aus dem Kampfsport komme.
  • Yoga (Kriya-Hatha): Bewusstes Atmen, bewusste Bewegungen. Anspannung. Dehnung. Öffnen des Brustkorbs.

Alles was mit ruhig sitzen zu tun hatte, ging gut, hat mich aber nie vollends befriedigt und mir das Gefühl verschafft, wirklich ins Hier und Jetzt zu kommen und etwas besonderes zu erreichen.

Somit viel Chakradinges, Transdingens und Autogenes Training irgendwann einfach raus. Progressive Muskelentspannung war letztlich der Einstieg ins Yoga, weil ich verstanden habe, dass ich meinen Körper mitbenutzen muss.

Tai Chi ist cool, aber die Bewegungen waren sanft und ohne Anspannung, deshalb war das auch nichts für mich.

Bei Yoga muss ich vollen Körpereinsatz bringen. Starke Dehnungen sind für mich wichtig. Kurzzeitige Anspannungen und vor allem: Damit verbundene Atemtechniken sind entscheidend.

  1. Ich atme viel tiefer, seit ich Yoga mache.
  2. Ich habe NULL Rückenschmerzen mehr, obwohl ich ja viel sitze.
  3. Ich bin sehr viel weniger impulsiv und aggressiv (ich bin nicht mehr so wütend) 🙂
  4. Ich bin optimistischer und lebensfroher, selbst wenn ein großes Problem geklärt werden muss

Mein Effekt davon.

Fazit für dich:

Letztlich musst du selbst ausprobieren, was für dich gut funktioniert. Ich kann dir nur sagen, was ich alles so durch habe. Hoffentlich sind das Impulse und Anreize, selbst einiges zu versuchen.
Für dich kann Yoga, oder Morgenroutine eben nicht funktionieren. Bei aber ALLEM gilt: Es einmal zu tun hilft dabei nicht herauszufinden, was wirklich für dich klappt.

Du musst es schon über einen Zeitraum ausprobieren, um zu entscheiden, ob es was ist für dich oder nicht.

Ich habe Joggen, oder laufen immer gehasst. Bis ich mal, eine ganze Weile, keine andere Sportart hatte, um mich auszugleichen. Nachdem ich drei Wochen am Stück regelmäßig laufen war, wurde es, regelrecht, zu einer Leidenschaft.

Weißt du, warum wir unsere Firma 21 Days genannt haben?

Es sind drei Wochen. Man sagt: Eine neue Gewohnheit zu erlernen, oder zu verlernen, dauert durchschnittlich 21 Tage.

21 Days steht also dafür, positive Gewohnheiten zu erlernen.

Es steht für eine Vision: Grundsätzlich hast du jede Basis um glücklich zu werden. Gute Gewohnheiten und gute Denkmuster sind ein wichtiger Bestandteil dafür.

In diesem Sinne. Viel Freude und gute 21 Tage 😉

Hast du eine eigene Morgenroutine und willst es uns mitteilen? Erzähle es uns in den Kommentaren, oder mache eine Video, oder schreib einen Gastbeitrag. Wir veröffentlichen ihn hier auf AoR mit einem Backlink zu deiner Seite. Wir freuen uns auf deine Antwort.

Links und Empfehlungen:

Ich habe hier einen Blogbeitrag von Mark Oswald gefunden. Er hat ihn als Gastbeitrag bei Ben Ahlfeld veröffentlicht. Ich muss ihn verlinken, weil er die gleiche Erfahrung wie ich mit Yoga machte. Super Sache.

Weiterhin hier noch ein tolles Video von Danny Adams, der vor allem auch noch mal etwas dazu sagt, was du besser LÄSST morgens. Darauf bin ich ja hier noch gar nicht eingegangen.

About the author

Mario Burgard

Ein geradliniger Lebenslauf ist anders. Aber eines wusste er immer: Er will frei sein. Das brachte ihm jedoch, jahrelang, nur Ärger und - im wahrsten Sinne des Wortes - Unfreiheit ein. Bis er, letztlich, den Schlüssel zur Freiheit und einem erfüllten Leben fand. Heute ist er Familienvater und glücklicher Ehemann, hat drei Kinder, Hund, Katze und Fische. Außerdem ist er Werbetexter und Unternehmer.

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