Micha’s ausgeflippte Morgenroutine (Tipps)

morgenroutine tipps

3.1 – Kein Surround System…

…aber ein verdammt guter Weg, wie ich morgens in die Gänge komme und meinen Zielen folge

5:05 Uhr: Ich werde wach, durch die ersten Sonnenstrahlen, die unser Schlafzimmer durchleuchten. Aber halt, es ist doch Winter?!

Stimmt! Es ist nicht die Sonne, es ist unser Wecker, der den Sonnenaufgang imitiert und den Raum langsam…

… Stück für Stück erleuchtet.

Eine schöne Erfindung, die ich nicht mehr missen mag.

Doch warte!

Das ist kein Bericht über einen Sonnenaufgangswecker. Es geht um meine Morgen-Routine, die ich mir über Jahre angeeignet habe und die mir dabei hilft, meine Ziele und Wünsche zu erfüllen.

Steve Jobs, Arnold Schwarzenegger, Anthony Robbins … die Liste der Menschen, die sich Kraft aus ihrer Morgenroutine ziehen oder gezogen haben, ist lang.

“Also könnte doch etwas dran sein. Es könnte doch sein, dass es wirklich dabei hilft, das Leben besser zu machen.“

So in etwa dürfte mein Gedankengang vor über einem Jahrzehnt gewesen sein.

Inzwischen wurde sicherlich meine 30ste Morgenroutine zum Leben erweckt. Da steckt der Optionale in mir. Nach der Neuro-Logischen Programmierung (NLP) ist ein optionaler Mensch jemand, der eine Checkliste bekommt und diese erst einmal überarbeitet 😀

Das passt zu mir.

Aber weißt du was, es ist überhaupt nicht schlimm, dass es so ist. Denn wichtig ist nur, dass es mein Leben verbessert hat. Wie genau ich vorgehe und was es mir gebracht hat, erfährst du gleich noch.

Doch eins ändert sich nie!

Auch, wenn mein morgendlicher Ablauf sich schon häufiger verändert hat, so ist doch die Tatsache, dass ich jeden Morgen eine Routine habe, immer die gleiche geblieben.

Jeden Morgen …

Ok, der Samstag fällt manchmal raus und der Sonntag eigentlich immer. Da steht die Freundin oder die Familie im Fokus.

Doch auch das hat für mich genauso seine Richtigkeit, weil die Balance in unserem Leben mit das Wichtigste ist. Uns wird es auf Dauer nicht gut gehen, wenn unsere einzelnen Lebensbereiche nicht in Balance sind. Genauso geht es auch unserem Körper.

Ist er nicht in Balance, wird er auf Dauer krank.

Doch dazu mal mehr, in einem separaten Beitrag.

Back to the roots.

Mein Morgen beginnt seit rund 2 Jahren morgens um 5:05 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt startet mein Wecker das Programm von Rockland Radio.

Doch wach bin ich meistens schon vorher, weil die Imitation des Sonnenaufgangs bereits um 4:40 Uhr beginnt und mich gegen 4:50 Uhr weckt.

Es ist wirklich eine sehr angenehme Sache, mit leichten Lichtstrahlen geweckt zu werden. Ich habe schon immer diese abrupten Schlafunterbrechungen gehasst.

Vor allem funktioniert es bei mir auch besser, als diese Apps, die dich angeblich in einer leichten Schlafphase wecken.

Der Mensch braucht Berührungen.

Schon öfters habe ich darüber gelesen, welch starke Wirkung Berührungen für uns Menschen haben. Von Physiotherapeuten habe ich gehört, dass sie das Gefühl haben, dass manche Menschen zu ihnen kommen, um berührt zu werden.

Und dann diese Geschichte über Babys, die gestorben sind, weil sie keine Berührungen bekamen. Stimmt das wirklich?

Was für ein Zufall!

Während ich heute am 20.1 diesen Beitrag schreibe und nach “Babys ohne Berührungen” google, bin ich auf die unten aufgeführte Seite (Helios Kliniken) gestoßen.

Und was steht dort: Am 21.1 ist Weltknuddeltag.

Passend zum Thema steht in diesem Beitrag, dass Berührungen das Wohlbefinden durch die Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin fördern. Vorausgesetzt, wir haben gute Erfahrungen mit Berührungen in der Kindheit gemacht.

In diesem Beitrag steht dann auch wirklich etwas über die Babys, die ohne Berührungen gestorben sind. Diese Geschichte stammt aus alten Zeiten. Kaiser Friedrich II befahl Ammen, die Babys nur zu füttern und zu waschen. Die Babys sollten keine Umarmungen, geschweige denn Zuneigung erfahren. Auch sprechen war untersagt. Der Überlieferung nach, hatte kein Baby überlebt.

Ich bin wieder etwas abgekommen. Mir war einfach immer nur aufgefallen, dass mir Berührungen viel geben, Daher wird ab 5:05 Uhr oder manchmal auch etwas früher:

Gekuschelt!

Gut geknuddelt und eine ordentliche Ausschüttung Dopamin und Oxytocin, später, geht es dann zwei Treppen tiefer weiter.

Willkommen in meinem Keller.

Bekleidet mit meinen Sportklamotten, die ich übrigens immer direkt parat habe, damit ich sie morgens nicht raussuchen muss, beginnt mein Sportprogramm.

Ach halt… nicht ganz.

Von Training auf leerem Magen bin ich absolut kein Freund. Ich weiß… es gibt unzählige Berichte darüber, dass Training direkt nach dem Aufstehen, mehr Fett verbrennt. Das ist nicht meine Welt und ich teile diese Ansicht nicht.

Denn der Körper hat eh schon eine extrem lange Hungerphase hinter sich und ich möchte ihm jetzt kein 40 minütiges Training abverlangen, ohne neue Nährstoffe.

Grünes aus der Küche.

Bewaffnet mit

  • Mehrkomponenten Eiweiß,
  • Kokosnuss-Öl,
  • Erdnussbutter,
  • Superfood-Pulver
  • Matcha-Tee-Pulver und
  • ungesüßter Mandelmilch,

stehe ich mit einem Becher und einem Stabmixer bereit, um meinen Frühstücks-Shake zu kreieren.

Die einzelnen Bestandteile sind gesund und so dachte ich mir irgendwann:

“Ich schmeiß einfach alles zusammen”.

Und soll ich dir was sagen.

Es schmeckt gar nicht so schlecht und gehört mit zu den Dingen, die ich nicht mehr missen mag.

Im Keller angekommen.

Ich strample rund 30 Minuten auf dem Heimfahrrad und lese dabei etwas, was mich persönlich weiterbringt oder ich aktuell benötige, um ein aktuelles Projekt optimieren oder abschließen zu können.

Dabei höre ich Brainwave-Beats. Bei YouTube findest du diese Musik auch unter Binaural Beats oder Hemisync.

Der Sinn dahinter ist, dass sich durch die unterschiedlichen Frequenzen, die links und rechts übertragen werden, dein Gehirn auf eine bestimmte Frequenz einschwingt oder anpasst.

Studien und Tests dazu gibt es wohl viele.

Aber egal, ob es stimmt oder nicht. Mir hilft es und nur das hat für mich Relevanz.

So sitze ich also mit meinem Kopfhörer, denn den brauchst du für die binauralen Beats, auf meinem Heimfahrrad und strample bei 130 bis 150 Puls 30 Minuten vor mich hin.

Im Anschluss folgt ein 10 minütiges High Intensity Intervall Training. Für mich ist es eine Mischung aus Freeletics und Crossfit. Halt so, wie es für mich passt.

In der Regel beinhaltet dieser Workout:

  • Kreuzheben und Reißen mit der Langhantel,
  • Burpees
  • Bergsteiger und
  • Liegestütz

Alle Übungen mache ich 15 bis 50x, je nachdem, wie fit ich an dem Morgen bin. Wobei ich mich meistens morgens überschätze 😀

Und somit liege ich meist bei rund 20 Wiederholungen pro Übung, wobei beim Bergsteiger und den Liegestütz meist mehr gehen, als bei den Burpees oder dem Reißen.

Nach diesen Übungen folgt dann oft – nicht immer – ein kurzes Dehnprogramm. Das mache ich immer dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich es brauche.

Jetzt beginnt der letzte Part meiner Morgenroutine.

Meine Meditation.

Mit dem Kopfhörer sitze ich auf unserer Couch und höre dabei binaurale Beats, die für die Meditation ausgelegt sind.

Bei der Meditation lasse ich meine Gedanken schweifen oder fokussiere mich auf ein unsinniges Wort und meinen Atem.

Also beispielsweise auf “Tokomia”.

Das Wort hat keine Bedeutung für mich und so ist mein Geist nicht in der Lage, dazu irgendetwas zu assoziieren. Ich spreche in meinen Gedanken dieses Wort, wieder und wieder und das in einem schnelleren Tempo. Gleichzeitig achte ich auf meinen Atem, wie ich ein- und ausatme.

Mit dieser Vorgehensweise kann ich oft schon nach 5 Minuten damit aufhören und bemerke, wie mein Geist loslässt.

Ab da an, lasse ich einfach alles fließen. Ich merke, wie Gedanken kommen und gehen. Und so genieße ich eine entspannte Zeit vor meinem eigentlichen Arbeitstag.

Mal 15 Minuten, mal 20 oder 30. So, wie es sich an dem Tag für mich gut anfühlt.

Manchmal gelange ich in einen Zustand, indem ich mich wie in einem riesigen leeren Raum fühle. Ich kann dabei keine Begrenzungen – also keine Decken oder Wände wahrnehmen, dennoch fühlt es sich an, als ob ich irgendwo im Nirgendwo in der Mitte sitze.

Vielleicht klingt das eher unbehaglich, aber es fühlt sich wahnsinnig toll an.

Und mit dem Ende der Meditation, starte ich nach einer Dusche in den Tag, der zwischen 7:15 und 7:45 Uhr beginnt.

Was es mir gebracht hat.

Sehr viel. Hier eine kleine Liste, der Dinge, die ich damit in Verbindung bringe:

  • Ich habe einen wundervollen, entspannten Start in den Tag, ohne morgendlichen Stress.
  • Ich trainiere täglich, wenn auch nur kurz.
  • Mein Körper bekommt jeden Morgen wertvolle Nährstoffe durch meinen Frühstücks-Shake.
  • Auf dem Heimtrainer kann ich wahnsinnig gut lesen und inhaliere förmlich die Bücher, die ich dabei lese.
  • Seit Jahren, bin ich so gut wie nicht mehr krank. Wenn überhaupt, erwischt es mich nur einmal im Jahr. Aber selbst wenn, bin ich meist wieder ruck, zuck auf den Beinen.

Daneben gibt es garantiert noch viele weitere positive Aspekte, die ich jetzt vermutlich gar nicht sehe.

Mein Fazit: Bei meiner Morgenroutine folge ich keinem starren Ablauf. Ich verändere sie so, wie es sich für mich gut anfühlt. Mal ist sie länger, mal kürzer. Doch eins darf sie vor allem unter der Woche nie …

… fehlen.

Ich kann dir von meiner Seite aus eine Morgenroutine nur ans Herz legen. Finde deine Art, so wie es für dich passt und sei flexibel. Sei nicht enttäuscht, wenn es mal nicht klappt, wenn du mal nicht aus dem Bett kommst oder einfach keinen Bock drauf hast. Versuch sie immer häufiger in dein Leben einzubinden und irgendwann ist sie ein Teil von dir.

Gib mir gerne ein Feedback dazu, wie deine Morgenroutine aussieht oder wie du dir deine vorstellst. Ich freue mich auf deine Gedanken dazu 🙂

Viele Grüße

Michael

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Michael Heinzelmann

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