Eiweißbrot – Lecker. Gesund. Fettverbrenner und ein Lowcarb Diät Chaos

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Lowcarb-Diäten sind immer noch In.

Auch ich habe meine Erfahrungen damit gemacht. 2014 habe ich eine, ziemlich radikale Lowcarb-Diät gemacht und dabei dieses Eiweißbrot entdeckt.

Deshalb werde ich dir nun etwas von meiner Erfahrung mit der Lowcarb-Diät erzählen und dabei kannst du dann auch noch das Rezept zu diesem leckeren Eiweißbrot bekommen.

Viele schwören auf „Lowcarb“ und es liegt gerade voll im Trend. Ganz sicher ist: Es funktioniert. Ich habe innerhalb von 14 Tagen knapp acht Kilogramm Gewicht verloren.

Das klingt erstmal super, ist allerdings nur die eine Seite der Medaille.

Fangen wir von vorn an:

Was ist eine Lowcarb-Diät?

Es gibt verschiedene Lowcarb-Diäten. Von Paleo, über Aktins, bis hin zu Schlank im Schlaf. Du wirst vieles finden, wenn du einmal die Suchmaschine bedienst.

Auf den Kern reduziert, haben sie jedoch alle eines gemeinsam: Das radikale Reduzieren von Kohlenhydraten in der Ernährung. Das geht soweit, dass eine Zunahme von Kohlenhydraten von 50 Gramm pro Tag nicht überschritten werden darf.

Laut einigen Studien hat dies sogar einen positiven Effekt.

Auf Mopo gefunden:

Laut einer Studie, nahmen Menschen, die dauerhaft auf Brot, Nudeln, Kartoffeln und Obst verzichteten, durchschnittlich 3,5 Kilo mehr ab. Außerdem seien die Blutfettwerte gesenkt worden. Eine häufige Ursache für Herzkrankheiten.

Quelle: mopo.de „Diät-Studie: Lieber Kohlenhydrate weglassen, als Fett

Das Prinzip noch einmal zusammengefasst:

Lass Kohlenhydrate weg und dein Körper geht irgendwann an die Fettreserven.

Dies hier soll allerdings keine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema werden, sondern einfach ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Diese Lowcarb-Diät hatte ich gemacht

Nicht, dass ich hier Werbung für ein Abnehmprodukt machen will. Nope. Deshalb: Keine Namen. 🙂

Ich habe komplett verzichtet auf:

  • Brot
  • Milchprodukte (Käse, Quark, Joghurt)
  • Obst
  • Nudeln
  • Schweinefleisch
  • Alkohol
  • Säfte jeglicher Art
  • Energydrinks

Stattdessen habe ich viel hiervon gegessen und getrunken:

  • Rindfleisch
  • Eier
  • Butter
  • Chili
  • Schwarzem Kaffee
  • Kokosnussmilch
  • Meeresfrüchte
  • Gemüse (Brokkoli z.B.)

Einen Tag in der Woche durfte ich essen, was ich wollte.

Zwei Wochen Ernährungsumstellung und dann folgte ein Sportprogramm. Das ganze ging fast 3 Monate.

Meine physischen und psychischen Reaktionen auf diese Ernährungsumstellung

Nun ja, da ich mich damit ja auskenne:

Die ersten drei Tage hatte ich das Gefühl, einen körperlichen Entzug zu erleiden, mit allem, was dazu gehört. Also auch die psychischen Reaktionen darauf.

Ich litt unter Gefühlsschwankungen. Aggressionen, Gereiztheit, Depressionen. Eine einzige Achterbahnfahrt.

Dennoch: Ich blieb konsequent.

Nach einigen Tagen, ich glaube es war der dritte, oder der vierte, ich weiß es nicht mehr genau, war der Spuk vorbei.

Was dann passierte, war wirklich unglaublich.

Meine Haut fühlte sich so sanft an. Ich war wacher, hatte eine tiefere Atmung. Ich habe besser geschlafen. Insgesamt habe ich mich, vor allem, in der Bauchgegend, befreiter gefühlt. Nicht mehr so oft, einen Klotz in der Bauch-/Darmgegend.

Ganz ehrlich: Das hat sich wirklich gut angefühlt.

Außerdem purzelten die Pfunde. Das war Wahnsinn.

Ich war so überzeugt davon und so begeistert. Meine Überzeugung stand fest: Das kann nur gut sein!

DOCH: Von einer Tafel Schokolade habe ich mich auch immer sehr gut gefühlt, richtig? 😉

Scheinbar täuscht uns unser Körper auch mal gern.

Meine Ernährung war schon nicht schlecht.

  • Morgens: Bacon mit Eiern.
  • Mittags: Rinderfilet im Seranomantel mit gedünstetem Brokkoli-/Tomatengemüse
  • Abends: Garnelen in Currypaste und Kokosnussmilch

Hm. War lecker. Eine Zeit lang.

Dann kam das böse Erwachen

Wie bereits gesagt: Ich blieb konsequent. Aß Eier, Fleisch und viel Butter.

Plötzlich begannen meine Knochen zu schmerzen. Vor allem die Gelenke in den Fingern und Zehen schmerzten sehr. Ich bin kein Experte, ich weiß nicht, was es genau war. Jedoch weiß ich: Das musste aufhören.

Also beschloss ich, nach 14 Tagen radikaler Diät, das Programm aufzuweichen. Ich brauchte Abwechslung in der Ernährung.

Da stieß ich in einer Facebook-Gruppe für gesunde Ernährung auf das Eiweißbrot.

Das habe ich für mich noch einmal angepasst. Sozusagen, modifiziert 🙂

Das perfekte Brot: Hafer und Weizenkkeie, Magerquark. Eier. Pure Power für ein gesundes Leben. #artofrebellion #realluxuslife

Ein von Mario Burgard (@freelifeaor) gepostetes Foto am

Abends kam also dieses Brot hinzu. Es hat nicht lange gedauert, da ging es besser.

Übrigens muss ich noch hinzufügen: In den ersten beiden Wochen habe ich jeden Sonntag gegessen, was ich wollte. Bis mir das mastige Essen irgendwann auch zu viel war. Mein Körper hatte also auf diese Art zu Essen reagiert.
So, also würde er sich immer anpassen, auf das, was gerade wirklich an Nahrung kommt. Bildlich vorstellen kannst du dir das schon, wie so eine Art Hebel im Kopf, der umgelegt wird. Fand ich ja auch verrückt. Gerade auch, weil ich diese Bezeichnung so doof fand. „Hebel im Kopf umlegen.“

Deshalb glaube ich heute, dass der Körper gar nicht so richtig, zwischen gut und schlecht unterscheiden kann.

Ich glaube, dass die Reaktionen, die der Körper meldet, nicht alle „somatisch korrekt“ sind, um auf das Stichwort „somatische Intelligenz“ zu sprechen zu kommen.

Kannst du ja gern mal googeln.

Wieso belohnt mich der Körper sonst, wenn ich eine Tafel Schokolade esse? Wieso belohnt er mich für Drogen, oder Alkohol?

Das Ende von Lowcarb für mich und eine wichtige Erkenntnis

Ich möchte nicht Lowcarb-Diäten schlechtreden. Sie funktionieren. Viele haben damit gute Erfolge und auch ein guter Freund schwört darauf.

Wie oben schon erwähnt, gibt es auch eine Menge verschiedener Ansätze zu Lowcarb-Diäten.

Für mich ist das Thema jedoch gegessen 😉 (LOL: Wortspiel)

Weißt du?

Ich war immer schlank. Heute habe ich knapp 20 Kilogramm Übergewicht. Ich gehe fleißig ins Fitness-Studio, deshalb sind von den 20 Kilogramm Übergewicht auch ein guter Teil Muskelmasse.

Bis 2008 war ich rank und schlank. In diesem Jahr machte ich mich selbstständig und meine erste Tochter Nika kam auf die Welt.

Was, verdammt nochmal, war passiert?????????

Darüber sprechen wir beide jetzt nochmal. Was meinst du?

Das Geheimnis von Übergewicht und warum wir alle schlank sein könnten

Tja, 2008…

Bis zu diesem Jahr war ich immer sportlich. Egal in welcher, teils katatsrophalen, Lebenssituation ich steckte: Sport war immer dabei.

Ich war immer viel, viel, viel in Bewegung.

Nehmen wir als Beispiel die Jahre 2006 – 2008. Denn hier war ich ja schon ein ausgewachsener Bengel. Keine Drogen. Keinen Alkohol. Und Sport. Sport. Sport.

Was habe ich denn da so alles gemacht? Ach… Nur so nebenbei:

Wenn du mich jetzt fragst, was ich da alles gegessen habe und wie und so…

…dann darf ich dir sagen:

Ich habe NULL, NULL, NULL Rücksicht auf meine Ernährung genommen.

Gegessen was ich wollte, wann ich wollte, wie viel ich wollte. Energydrinks, der ganze Kühlschrank war voll davon.

Nachts von einer Drum’n’Base-Party gekommen, schnell mal im Mäcces vorbei und einen Mitternachtsschmaus vertilgt.

Also, was zur Hölle ist anders als heute?

Nun, du weißt es bereits: Bewegung.

  • Ich bin mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren: 8km hin, 8km zurück.
  • Dreimal die Woche war ich Joggen.
  • Jeden Tag Situps und Liegestütze
  • Bis zu viermal die Woche Wing Tsun

Regelmäßig sonntags war ich Prügelknabe für die TUS Koblenz. Sicherheitsdienst in der Gegnerfankurve. Auseinandersetzungen mit Ultras und anderen Spasten. (Aachen Ultras, so schnell vergesse ich euch nicht)

Bei Eiseskälte im Stadion stehen und danach fuhr ich auch noch mit dem Fahrrad zu meiner Freundin (heute Frau).

Das war ja immer so in meinem Leben.

Nur eben ab 2008 nicht mehr.

Keine Bewegung und eine weitere tödliche Zutat für meine schlanke Figur

So ist es! Ich wurde ein Versicherungsheini und war 45.000 Kilometer im Jahr auf Deutschlands Straßen unterwegs. Sitzen. Sitzen. Sitzen.

Außerdem kam meine Tochter auf die Welt. Kinder können deine Welt um 180 Grad verkehren.

Mir fehlte plötzlich die Bewegung. Doch an meiner Ernährung habe ich dennoch nichts geändert.

Fressen wie der Hunger es so will.

Aber noch etwas kam hinzu. STRESS.

Mein Stresslevel stieg enorm.

Vorbei die sorgenfreie Zeit, wo mir Geld scheißegal war und ein Fahrrad alles erledigen könnte, was jetzt unbedingt ein verkackter A6 tun musste (Am Ende wurde es ein Avensis).

Es musste ja ein 90 qm großes Büro in (fast) bester Lage in der Stadt sein. Mit einem Granitboden und Wenge Möbeln. Anzug aus Schurwolle und so weiter.

Plötzlich wollte ich Status. Wollte viel Geld.

Wollte meiner Familie was bieten. Verantwortung und Stress machten mir das Leben schwer.

Nur, wie so oft, waren es nicht die Themen „Verantwortung“ und „Geld“, sondern mein Umgang damit, der so viel Stress ausgelöst hast.

Es ist die Art, wie ich darüber nachgedacht habe, verstehst du, was ich meine?

Prestige und Status sind mir heute scheißegal. Doch viel Geld ist mir immer noch wichtig. Ich tue nur heute etwas anderes mit dem Geld. Denke anders darüber und gehe anders damit um.

Aber das ist ein anderes Thema.

Den Stress wollte ich betäuben. Ich bin falsch damit umgegangen. Statt Sport zu machen und zu meditieren, habe ich, WIEDER MAL, auf meinen Körper gehört.

Der sagte: „Ruh dich aus, leg dich auf die Couch. Sorg für schnelle, gute Gefühle. Iss Chips und Schokolade.“

Kennst du?

Wieder so ein Punkt, bei dem, offensichtlich, der Körper nicht genau weiß, was er da tut.

Doch ich war ja fügsam. Ein folgsamer Gehirnbesitzer.

Es dauerte, bis ich zum Gehirnbenutzer wurde.

Das war dann ein Hörsturz in 2010

Ein leichter Infarkt. Für ein paar Sekunden hörte ich nicht, wie meine Frau auf mich einredete.

Denn ich fing ja schon wieder an zu trainieren, irgendwann. Mit Übergewicht, ohne Rücksicht auf Verluste, trainierte ich im Hochsommer.

Machte Liegestütze im Wohnzimmer. Ich war zu dieser Zeit schon so fertig mit der Welt. Zu viel Stress, zu schlecht gegessen. Keine Bewegung mehr.

Da hat es mich umgehauen.

Das war der Switch. Ich wollte meinen Traum von der Selbstständigkeit nicht aufgeben. Über die Gründe spreche ich an anderer Stelle.

Das war dann der Moment, an dem ich tatsächlich richtig lernte mein Gehirn einzusetzen 🙂

Irgendwas lief gehörig schief.

Ich änderte meinen Beruf, lebte bewusster und konnte sogar wieder Sport machen.

Das ich dennoch Übergewicht hatte, war halt jetzt so. Was soll’s? Meine Güte so schlimm?

Für mich nicht so sehr.

Das ich etwas mehr auf den Rippen habe, macht meine Welt jetzt nicht schlecht. Was ich hasse: Schuhe binden, mit der Plauze.

Deshalb arbeite ich nach, wie vor an dem Gewicht. Jedoch muss ja eines klar sein (für mich):

Ich kann nicht alles auf einmal schaffen.

Es gibt Prioritäten.

Doch dieses Jahr (2017) habe ich, weitestgehend, diese Liste der Prioritäten abgearbeitet.

Deshalb konzentriere ich mich dieses Jahr wieder drauf, die Plauze loszuwerden.

Wie will ich das anstellen?

Nicht mit einer Lowcarb-Diät, soviel steht fest.

Harald Schmidt hat das mal schön gesagt. In etwa so:

„Immer diese Diskussion um das Übergewicht. Die Lösung dazu ist doch recht leicht: Friss nicht so viel. Sauf nicht so viel. Rauch nicht so viel. Beweg dich mehr.“

Punkt, meine liebe Leserin, mein lieber Leser.

Punkt.

Ich könnte jetzt noch viel darüber sprechen, wie ein Wertesystem funktioniert und was eine schnelle und langfristige Belohnung ist, doch auch dies, tue ich in einem anderen Blogbeitrag.

Warum so ein ausführlicher Text, nur für ein Eiweißbrot-Rezept?

Tja, das Eiweißbrot. Es schmeckt gut. Meine Kinder fahren voll drauf ab und eines ist klar.

Es ist figurbewusst. Es enthält Kohlenhydrate. Im Quark, in der Weizenkleie.

Und dennoch unterstützt es beim Abnehmen. Vor allem abends. Denn ein erhöhter Eiweißhaushalt unterstützt dich dabei, Fett zu verbrennen. Das ist ein anderer Beitrag, den kann sicher Michael mal machen. Mein Freund und Geschäftspartner. Der kennt sich damit aus.

Das Rezept wollte ich dir einfach schenken und dir mit einem Artikel einfach etwas dabei helfen, solltest du dich mit deinem Übergewicht befassen.

Ich für meinen Teil steigere jetzt wieder die Bewegung.

  • Meine Kinder sind jetzt aus dem Gröbsten raus. Wir können auch mal wieder ausschlafen.
  • Unsere Firma läuft.
  • Die Finanzen sind geregelt.

Es wird gerade wieder ruhiger.

Also beschließe ich folgendes zu tun:

  1. Ich ernähre mich bewusster: Abends reduziere ich Kohlenhydrate. Esse viel mein Eiweißbrot.
  2. Ich trinke viel Wasser ohne Kohlensäure.
  3. Sobald es wieder wärmer wird, fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit (11km hin, 11km zurück)
  4. Ich lasse häufiger das Auto stehen und gehe zu Fuß
  5. Ich mache mehr Pausen im Büro, in denen ich öfter stehe. Außerdem kommt mein Hund öfters mit, für eine ausgedehnte Mittagspause.

Was ich gegen Stress tue, kannst du hier lesen. Das mache ich jetzt schon sehr lange und es ist fantastisch. Auch der Sport tut mir sehr gut. Vielleicht ist das ja was für dich.

Last, but not least: Dein Rezept für das Eiweißbrot:

Bevor ich jetzt noch ein Fazit ziehe, bekommst du hier erst einmal das Rezept. 🙂

  • 250 Gramm Haferkleie
  • 25 Gramm Weizenkleie
  • 25 Gramm Dinkelkleie
  • 400 Gramm Magerquark
  • 3 Eier
  • 3 Eigelb
  • Eine Prise Salz
  • Halbes Tütchen Backpulver

Gut vermischen und bei 150 Grad Umluft ca. 40 Min backen.

Schmeckt am besten, wenn die Scheiben noch mal getoastet werden.

FAZIT

Es ist nicht besonders schlau, dem Körper zu vertrauen und auf Autopilot zu essen, oder sich zu ernähren. Das sind die Erfahrungen, die ich gesammelt habe.

Für mich ist klar:

Achtsam sein. Bewusst leben. Bewusst essen und Sport treiben, sind entscheidend. Das muss jedoch erst einmal in den, oft, hektischen Alltag integriert werden.

Unser Körper verführt uns, nach einem stressigen Tag, auf der Couch auszuruhen. Doch das baut überhaupt nicht den Stress ab. Schon 15 Minuten Bewegung können das aber schaffen.

Wenn ich es schaffe, mich mehr täglich zu bewegen, muss ich nicht so sehr darauf achten, welche Kohlenhydrate ich jetzt weglasse. Was ich wann, wie und wo essen darf, soll, oder muss.

Ist doch total Banane. Ich hab Besseres zu tun, als mir damit noch zusätzlich Stress zu machen.

In diesem Sinne: Guten Hunger!

About the author

Mario Burgard

Ein geradliniger Lebenslauf ist anders. Aber eines wusste er immer: Er will frei sein. Das brachte ihm jedoch, jahrelang, nur Ärger und - im wahrsten Sinne des Wortes - Unfreiheit ein. Bis er, letztlich, den Schlüssel zur Freiheit und einem erfüllten Leben fand. Heute ist er Familienvater und glücklicher Ehemann, hat drei Kinder, Hund, Katze und Fische. Außerdem ist er Werbetexter und Unternehmer.

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