Worte, die deinen Werbetext zerstören können.

Es gibt Worte, die sollen eigentlich die Kraft einer Aussage verstärken. Allerdings verlieren Worte mit der Zeit ihre Energie. Und nicht selten erreicht man mit dem Einsatz bestimmter Worte sogar genau das Gegenteil, von dem, was man will.

Dieser Beitrag hier soll dir nicht nur ein paar Beispiele vermitteln, welche Worte gemeint sind. Nein. Mein Ziel heute ist dir ein Gefühl dafür zu vermitteln und eine Möglichkeit an die Hand zu geben, wie du selbst solche Worte identifizieren kannst.

Oder wie du sogar neue Worte mit neuer und starker Kraft findest.

Starten wir wieder mit einem typischen Beispiel:

Das Wort „geil“ hatte im Ursprung die Bedeutung sexuell erregt zu sein. Wenn man gesagt hat „Bin ich wieder geil!“, war damit in den 50er-Jahren sicher was ganz anderes gemeint als heute:)

Wahrscheinlich fand man diese Aussage auch eher in Zelluloid-Pornofilmen.

Wenn ich das heute sage, lobe ich mich eher selbst auf eine ironische Art.

 

Wenn du die 80er bewusst mitbekommen hast, dann wirst du dich sicher noch an das Lied erinnern, was dieses Wort breit getreten hat: „Boris ist geil. G-g-g-geil.“:)

Da wurde das Wort allmählich das Modewort der damaligen Jugend für alles, was sie gut fanden.

So gibt es viele Worte gerade wieder einmal aus der Jugendkultur. Cool. Fett. Hass. Krass.

Geil hat heute aber den Reiz und die Energie verloren. Fast jeder benutzt es. Sogar die Werbung setzt es gezielt ein. Nix mehr großartig besonderes.

Die Gefahr dieser Worte – und das vor allem in unserem Bereich, der Direkt-Werbung – ist aber, dass diese Worte das Gegenteil auslösen.

Direkt-Marketing hat teilweise ohnehin einen zweifelhaften Ruf. Es kann sogar gefährlich sein das Wort „krass“ in einem Text zu verwenden und den Grund dafür kannst du dir sicher vorstellen.

Wenn ein Kunde dieses Wort 20, 50 oder 100 Mal im Zusammenhang mit einer Werbebotschaft hört, nutzt es nicht nur ab, sondern erzeugt sogar Widerstand.

 

Wie wäre es Worte wie „gewaltig“ zu verwenden?

Das geht. Aber es ist die Krux mit den Adjektiven. Beschreibende Worte nutzen sich schnell ab. Das ist mit Verben ganz anders.

Du kannst heute noch „fesselnd“ oder „packend“ in Werbeaussagen verwenden und sie haben noch nichts von ihrer Kraft verloren.

Deshalb gilt für mich als Grundsatz lieber Verben als beschreibende Worte zu benutzen, anstatt Adjektive direkt.

Aber ich gehe noch weiter.

 

Gewöhn dir eine gewisse Sensibilisierung zu diesem Thema an.

Es reicht schon, ab jetzt der Sache bewusster zu sein und Aussagen zu hören. Damit meine ich nicht nur Werbeaussagen.

Beobachte wie Menschen sich unterhalten. Beobachte, wie du dich unterhältst. Es fallen immer Schlüsselwörter und Kraftausdrücke.

Ist das Wort „Scheiße“ heute noch beeindruckend, oder erschreckend? Bestimmt nicht mehr. Wenn du schon einen Richter im Saal sowas sagen hörst… Nein.

Ich schaue für mein leben gern Dokus. Geht dir auch so?

Wenn man diesen Offstimmen mit ihren starken und tiefen (hypnotisierenden und fesselnden) Stimmen zuhört fallen nicht selten diese Energiewörter.

Gewaltig. Enorm. Ausmaße. Zerstörerisch. Schöpferisch.

Wenn du ein bisschen bewusster in die Kommunikation gehst, fallen dir Ratz Fatz Wörter auf, die eine starke Kraft besitzen, und zwar, weil du ein Gefühl spürst. Ab dann lohnt es sich dieses Wort genauer zu untersuchen.

Wichtig ist etwas nicht bis zum Geht nicht mehr auszureizen, denn damit leierst du die Kraft nicht nur aus, sondern verbrennst sie.

In diesem Sinne… Go.

(Versuch mal herauszufinden, ob ich je in meinem Blog das Wort „nämlich“ verwendet habe.)

About Mario Burgard

Von einer technischen Ausbildung in den Vertrieb. Mit kleineren Unterbrechungen führte mein Weg mich vom Haustürverkauf, über Telefonverkauf hin zum Vertrieb von beratungsintensiven Dienstleistungen im B2B und schließlich zur selbstständigen Versicherungsagentur mit 2 Mitarbeitern. Seit 2009 dann in der Königsklasse des Verkaufs: Direct Response Marketing.

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